Inlinehockey, SIHV, 1. Liga: Alligators Ruswil – Wollerau 17:4

 

Angriffswirbel fegt Wollerau aus der Halle

 

Die Alligators Ruswil haben die geforderte Reaktion auf das missratene Tessin-Wochenende eindrücklich geliefert. Gegen Wollerau feierten die Rottaler einen diskussionslosen 17:4-Kantersieg und zeigten dabei wohl eines der offensiv stärksten Spiele ihrer Vereinsgeschichte.

 

Mit nahezu komplettem Kader und drei ausgeglichenen Blöcken war von Beginn an klar ersichtlich, dass die Alligators die drei Punkte unbedingt in Ruswil behalten wollten. Und die Gastgeber legten los, als hätten sie noch eine offene Rechnung zu begleichen. Bereits nach wenigen Minuten war Wollerau komplett überfordert mit dem Tempo, dem Druck und der Spielfreude der Ruswiler.

Was die Alligators insbesondere im ersten Drittel zeigten, hatte teilweise schon etwas von Schaulaufen. Kombinationen klappten beinahe blind, Abschlüsse fanden ihren Weg ins Tor, und der Gegner wusste kaum mehr, wie ihm geschah. Nach nicht einmal 20 Minuten stand es bereits 8:1. Und dies gegen einen Gegner, der in der Vergangenheit für die Ruswiler oft unangenehm gewesen war.

 

Nur kurzes Tief

Besonders auffällig war dabei der erste Block um Oliviero Cantiani-Felappi, Valentino Cavelti, Nick Bachmann und Pascal Bleuer. Immer wieder sorgte diese Formation für Chaos in der gegnerischen Defensive und war an einem grossen Teil der Tore direkt beteiligt. Vor allem Valentino Cavelti schien an diesem Abend praktisch alles zu gelingen. Im zweiten Drittel schlich sich dann allerdings kurzzeitig der berühmte Schlendrian ein. Die Konsequenz fehlte etwas, defensiv wurde nicht mehr ganz so konsequent gearbeitet, und prompt endete dieser Abschnitt «nur» mit 2:2. Wirklich Spannung kam deshalb aber nie mehr auf. Im Schlussdrittel zogen die Alligators das Tempo nochmals an und schraubten das Resultat endgültig in absurde Höhen. Wollerau hatte längst keine Mittel mehr gegen die Ruswiler Angriffswellen und war wohl froh, dass nach 60 Minuten Schluss war.

 

Legt sich der Auswärtsfluch?

Nach den frustrierenden Niederlagen im Tessin dürfte dieser Abend genau zur richtigen Zeit gekommen sein. Nun gilt es allerdings zu beweisen, dass solche Leistungen nicht nur zuhause möglich sind. Bereits am Mittwochabend (Anpfiff 19.45 Uhr) wartet mit dem Auswärtsspiel bei Langnau Stars die nächste Herausforderung. Dort wollen die Alligators endlich auch ihre Auswärtsschwäche ablegen.

 

Alligators Ruswil – Wollerau

17:4 (8:1 2:2 7:1) – Tore: 4. Ingold 1:0. 5. Cantiani-Felappi 2:0. 6. Ehrler 2:1. 7. Bachmann N. 3:1. 10. Bachmann N. 4:1 (SH). 13. Ingold 5:1. 13. Cavelti 6:1. 16. Cavelti 7:1. 20. Cavelti 8:1. 22. Kretz 8:2. 28. Augstburger 9:2 (PP). 32. Cantiani-Felappi 10:2. 38. Ehrler 10:3. 43. Bachmann T. 11:3. 44. Augstburger 12:3. 48. Cavelti 13:3. 51. Greter S. 14:3 (PP). 53. Bleuer 15:3. 54. Bachmann T. 16:3 (PP). 55. Ehrler 16:4. 56. Bachmann N. 17:4. Alligators: Simon Bucher; Stefan Greter, Daniel Muri, Flurin Ingold, Pascal Bleuer, Oliviero Cantiani-Felappi, Marco Lustenberger, Joel Augstburger, Valentino Cavelti, Nick Bachmann, Thomas Greter, Thomas Burri, Tom Bachmann, Guido Muri, Patrick Hilbi (Betreuer)